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Ziel des Evonik Mikrokollegs „Reconsidering Industry“ ist es, Industrie im Kontext der heutigen Zeit zu problematisieren und aus verschiedenen Blickwinkeln zu diskutieren. Die gewonnenen Erkenntnisse bilden die wissenschaftliche Grundlage für einen neuen Dialog zwischen Wirtschaft, Politik, Medien und Bevölkerung.
Der interdisziplinäre Anspruch wird unterstrichen durch die Zusammenarbeit von Wissenschaftlern verschiedener Fachrichtungen.

Die vier Stipendiat(inn)en Anna-Lena Schönauer, Katharina Schubert, Maren Schwieger und Fabian Prystav werden betreut von Prof. Dr. Rolf Heinze (Sozialwissenschaft), Prof. Dr. Hermann-Josef Wagner sowie Prof. Dr. Marco Koch (Maschinenbau), Prof. Dr. Erich Hörl (Medienwissenschaft) und Prof. Dr. Stephan Paul (Wirtschaftswissenschaft).

Das Projekt wird von Evonik Industries für drei Jahre gefördert. Dr. Klaus Engel (Bildmitte), Vorstandsvorsitzender von Evonik Industries und Absolvent der RUB, begleitet das Projekt als Mentor. Das Mikrokolleg ist in die campusweite RUB Research School für Doktoranden aller Fakultäten integriert.

Unsere Stipendiat(inn)en

Maren Schwieger

Maren Schwieger, M.A.
Institut für Medienwissenschaft
Betreuer: Prof. Dr. Erich Hörl,
ehemals Professur für Medientechnik und Medienphilosophie, RUB;
jetzt Professur für Medienkultur, Leuphana Universität Lüneburg

Gebäude GA 1/146
Universitätsstr. 150
44801 Bochum
Tel.: +49 (0)234 32-22054
maren.schwieger@rub.de


HINTERGRUND
Maren Schwieger studierte Germanistik, Journalismus und Medienkultur in Karlsruhe und Weimar. 2011 schloss sie ihr Studium der Medienkultur an der Bauhaus-Universität Weimar mit der Masterarbeit „Kartoffelkäfer. Figurationen von Feindschaft“ ab. Seit November 2011 ist Maren Schwieger Stipendiatin im Evonik Mikrokolleg 'Reconsidering Industry'.

FORSCHUNGSVORHABEN
„On Beetles and Stones. Towards a Minor Ecology“ (AT)

Der derzeitige noch im Entstehen begriffene Ökologie-Diskurs, der u.a. Konzepte wie „Media Ecologies“ (Matthew Fuller), “Environmentality” (Brian Massumi), “Ecology without Nature” (Timothy Morton), “Political Ecology” (Jane Bennett) oder „Allgemeine Ökologie“ (Erich Hörl) umfasst, bezieht sich auf unsere Gegenwart, in der Mensch, Natur und Technik aufs engste miteinander verwoben sind und in permanentem Austausch miteinander stehen, kurz: auf „Sein und Denken unter der technologischen Bedingung eines kybernetischen Naturzustandes“ (Hörl). Doch es stellt sich die Frage, warum diese radikale, ja posthumane Wechselwirklichkeit mit dem Begriff „Ökologie“ beschrieben und diskutiert wird: Warum sollten wir „Ökologie“ anderen Schlüsselbegriffen wie z.B. „Netzwerk“ vorziehen? Und warum erlebt „Ökologie“ derzeit überhaupt eine solche Konjunktur – und damit ein Begriff, den ausgerechnet Ernst Haeckel bereits 1866 geprägt hat? Das Phd-Projekt untersucht ökologische Theorien, Geschichten und Methoden und fragt nach dem Potential von „Ökologie“; es geht von der Annahme aus, dass selbst im allerersten Sinn und Gebrauch Ökologie sich nie hat beschränken lassen auf die Emergenz von Interrelationalität zwischen Organismus und Umwelt in der Biologie und die Entstehung einer neuen Disziplin. Vielmehr stand von Beginn an die Differenz von Innen und Außen und damit die Legitimität von Grenzziehungen auf dem Spiel – die Unterscheidbarkeit zwischen Mensch und Tier, zwischen Organischem und Anorganischem, zwischen Leben und Tod – über die nicht zuletzt die Grenzen von Wissenschaft selbst verhandelt wurden und werden. In einer Re-Lektüre vermeintlicher Gründungstexte von Ökologie und Ethologie (insbes. Ernst Haeckel, Jakob von Uexküll, Konrad Lorenz) sowie in Bezug auf Lynn Margulis' Endosymbiogenesis- und Gaia-Theorie geht das Projekt konzeptuellen sowie instrumentellen Implikationen von Ökologie nach. Dabei unternimmt es ein Re-Setting, gleichsam eine Ökologie des Minoritären, das die heimlichen Protagonisten der vermeintlichen Gründungstexte der Ökologie ins Rampenlicht rückt: Moebius' Auster, Uexkülls' Erbsenkäfer, Haeckels Protisten – Schlüsselfiguren, die als „niedere Tiere“ in diesen Texten jedoch oftmals marginal erscheinen, doch keinesfalls zufällig. Vielmehr sind sie verknüpft mit Prozessen des Werdens, der Durchlässigkeit und der Dezentrierung; den Einschreibungen und dem Schreiben einer minoritären Ökologie, die auf die Frage zielt: Wer oder was ist in Zeiten einer generellen Ökologisierung (noch) als 'zoon politikon' adressierbar?

VORTRÄGE
  • 2014, Juni: SLSA europe Conference 'Life, in Theory' / Vercelli und Turin: “Scaling interrelations. On membranes, molecules and mind”
  • 2013, Nov.: Workshop 'Matrix und Milieu' / Universität Paderborn: “Membrane: Die Frage der Wechselwirklichkeit von Meaning, Mind und Molekülen“
  • 2013, Okt.: GfM-Konferenz 'Medien der Wissenschaften' / Leuphana Universität Lüneburg: “Für eine kleine Ökologie”
  • 2013, März: International Spring School 'What it means to be human in the 21st century Life Sciences' / Mercator Research Group 'Spaces of Anthropological Knowledge', Ruhr- Universität Bochum: “On Beetles and Stones. Towards a minor ecology”
  • 2013, Juni: Tagung 'Perspektiven auf Industrie in Deutschland' / Evonik Mikrokolleg, Ruhr-Universität Bochum: “Betriebsamkeit zwischen Fakt, Fiktion und Fetisch. Eine Ökologie industrieller Prozesse”
  • 2013, Jan.: International Symposium 'The Ecological Paradigm' / Ruhr-Universität Bochum: “Why Ecology? Which Ecology? Rereading Haeckel in Favour of a Minor Ecology”
  • 2011, Mai: Tagung 'Medien und Adiaphorie' / Kunstuniversität Linz: „Dämonische Unterscheidung“

Anna-Lena Schönauer

Anna-Lena Schönauer, M.A.
Fakultät für Sozialwissenschaft
Betreuer: Prof. Dr. Rolf G. Heinze,
Lehrstuhl für Allgemeine Soziologie, Arbeit und Wirtschaft

Gebäude GC 04/708
Universitätsstr. 150
44801 Bochum
Tel: +49 (0)234 32-25421
anna-lena.schoenauer@rub.de


HINTERGRUND
Anna-Lena Schönauer schloss 2008 ihren Bachelor of Arts in Sozialwissenschaft an der Ruhr-Universität in Bochum ab. Es folgte 2011 ein Master of Arts in Sozialwissenschaft mit dem Schwerpunktbereich Methoden der Sozialforschung. Sie absolvierte Praktika im Deutschen Bundestag und beim IT.NRW in Düsseldorf. 2009 wurde Anna-Lena Schönauer studentische Hilfskraft am Lehrstuhl für Allgemeine Soziologie, Arbeit und Wirtschaft und arbeitete in dem Projekt Service4Home mit. Später wurde sie Mitarbeiterin im Projekt Social Entrepreneurship im etablierten Wohlfahrtsstaat. Seit Oktober 2011 ist sie Stipendiatin im Evonik Mikrokolleg an der Ruhr-Universität Bochum.

FORSCHUNGSVORHABEN
In den letzten Jahren wird in Wirtschaft, Politik und Medien von einer zunehmenden Industriefeindlichkeit der Deutschen gesprochen. Grund dafür sind die Proteste gegen den Neu- und Ausbau industrieller Großanlagen und der im Zuge der Energiewende entstehenden Anlagen zur Energieerzeugung sowie des damit verbundenen Ausbaus des Stromnetzes. Dass eine Vielzahl dieser Bauprojekte scheitert, liegt nicht selten an dem sogenannten Not-In-My-Backyard-Effekt. Demnach protestieren insbesondere die Personen, welche sich vor Ort negativ von dem Großprojekte betroffen fühlen. Es stellt sich jedoch die Frage, ob dieses Protestverhalten auf eine grundsätzlich industriefeindliche Haltung in der deutschen Bevölkerung zurückgeführt werden kann oder ob nicht vielmehr eine lokale Ablehnung von Einzelprojekten vor Ort die vorherrschende Problematik darstellt, welche darüber hinaus nicht ausschließlich auf industrielle Großprojekte begrenzt ist. Ziel des sozialwissenschaftlichen Forschungsprojektes ist es die Einstellungen und Akzeptanz in der Bevölkerung zur Industrie empirisch differenziert und umfassend zu untersuchen. Neben der allgemeinen Einstellung zur Industrie sollen auch branchenspezifische Einstellungen und die Akzeptanz industrieller Großprojekten im Fokus der Betrachtung stehen. Dabei spielt insbesondere die Frage eine Rolle, welche Einflussgrößen (soziodemografische Merkmale oder Wertorientierungen) auf die Perzeption und Akzeptanz der Industrie einwirken. Neben dieser quantitativen Untersuchung der Einstellung in der Bevölkerung soll des Weiteren die Darstellung der Industrie in den Medien untersucht werden. Die Medienanalyse soll einen Einblick liefern, welche Themenbereiche in den Medien thematisiert werden und ob die Darstellung der Industrie dabei durch ein positives oder negatives Bild geprägt ist. Insgesamt steht im Fokus der Dissertation somit einerseits die Untersuchung der Wahrnehmung der Industrie in der Bevölkerung und andererseits die Analyse des öffentlich transportierten Bildes der Industrie in den Medien.

VORTRÄGE
  • Ruddat, Claudia/ Schönauer, Anna-Lena (2013): Lokale Wohlfahrtsinnovationen durch Social Entrepreneurship? Jahrestagung des Arbeitskreises Lokale Politikforschung, Münster, Juli 2013.
  • Schönauer, Anna-Lena (2013): Sind die Deutschen industriefeindlich? Die gesellschaftliche Akzeptanz von industriellen Großprojekten. Tagung Perspektiven auf Industrie in Deutschland, Bochum, Juni 2013.
  • Heinze, Rolf/ Grohs, Stephan/ Schneiders, Katrin/ Ruddat, Claudia/ Schönauer, Anna-Lena (2012): Social Entrepreneurship im etablierten Wohlfahrtsstaat - Lückenbüßer oder Innovationsinkubator? Abschlusskonferenz des Mercator Forscherverbundes Innovatives Soziales Handeln – Social Entrepreneurship, Friedrichshafen, Juni 2012.

PUBLIKATIONEN
  • Schönauer, Anna-Lena (2014): Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund. In: Grohs, Stephan/ Schneiders, Katrin/ Heinze, Rolf G.: Mission Wohlfahrtsmarkt. Institutionelle Rahmenbedingungen, Strukturen und Verbreitung von Social Entrepreneurship in Deutschland, Baden-Baden, S. 93-118.
  • Ruddat, Claudia/ Schönauer, Anna-Lena (2014): New Players on Crowded Playing Fields: The institutional Embeddedness of Social Innovation in Germany. In: Social Policy and Society 13, S. 445-456.
  • Beckmann, Fabian/ Schönauer, Anna-Lena (2014): Die Zukunft der Wirtschaftsförderung: Zum Re-Design von Gründungsförderung. In: Friedrich-Ebert-Stiftung, Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik (Hg.): WISO Direkt, Januar 2014, Bonn.
  • Heinze, Rolf G./ Schönauer, Anna-Lena/ Schneiders, Katrin/ Grohs, Stephan/ Ruddat, Claudia (2013): Social Entrepreneurship im etablierten Wohlfahrtsstaat. Aktuelle empirische Befunde zu neuen und alten Akteuren auf dem Wohlfahrtsmarkt. In: Jansen, Stephan A./ Heinze, Rolf G./ Beckmann, Markus (Hrsg.): Sozialunternehmertum in Deutschland - Analysen, Trends und Handlungsempfehlungen, Wiesbaden: Springer VS, S. 315-346.
  • Schönauer, Anna-Lena (2013): Industriefeindlichkeit in Deutschland: Zur Akzeptanz von Großprojekten. In: Friedrich-Ebert-Stiftung, Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik (Hg.): WISO Direkt, Juni 2013.

Fabian Prystav

Fabian Prystav, M.A.
Fakultät für Wirtschaftswissenschaft
Betreuer: Prof. Dr. Paul,
Lehrstuhl für Finanzierung und Kreditwirtschaft

Gebäude GC 04/132
Universitätsstr. 150
44801 Bochum
Fon +49 (0)172 2191549
fabian.prystav@rub.de



HINTERGRUND
Nach seinem B. Sc. in Medienmanagement und M. A. in Unternehmensführung an der BiTS Business and Information Technology School, Iserlohn, kam Fabian Prystav 2011 an die Ruhr-Universität Bochum, wo er als Stipendiat des Evonik Mikrokollegs „Reconsidering Industry“ seine Promotion am Lehrstuhl für Finanzierung und Kreditwirtschaft von Prof. Dr. Paul begann. Praxiserfahrung konnte er u. a. bei seinen Praktika im Bereich Corporate Strategy bei Deloitte Consulting und im Produktionsmanagement bei RTL Television sammeln. Während des Studiums verbrachte Fabian Prystav Auslandsaufenthalte an der University of Cape Town, Südafrika, und der Universidad Europea de Madrid, Spanien. In Montréal, Kanada, trat er als Team-Captain und später Coach mit Studententeams bei der weltweit renommiertesten MBA Case Study Competition der John Molson School of Business an. Außerhalb der Universität findet man ihn an der Kletterwand oder beim Ultimate Frisbee.

FORSCHUNGSVORHABEN
Unter dem Titel „Banking and the Real Economy – Determinants of a Relationship Under Stress“ erforscht Fabian Prystav den Aufbau, die Ausgestaltung und die Bedeutung von Finanzbeziehungen zwischen verschiedenen Akteuren wie Unternehmen, Banken, Aufsehern und Kunden.

Im ersten Teilprojekt liegt der Fokus auf der Finanzkommunikation nicht börsennotierter Unternehmen. Unter Einsatz der Critical Incident Technique wird die Finanzkommunikation von 30 nicht börsennotierten, in diesem Bereich als Best Practice identifizierten Unternehmen auf strategischer und operativer Ebene analysiert. Das Fundament bilden die Theoriebausteine Stakeholder Approach, Ressourcen- und Informationsökonomie sowie Relationship Marketing. Empirisch bestätigt sich die zentrale Annahme der Theorie, dass der Aufbau von Vertrauen der Schlüsselfaktor in Finanzbeziehungen ist, der diese auch in Krisenzeiten belastbar macht. Es wird dargelegt, aus welchen unterschiedlichen Quellen sich dieses Vertrauen speist und dass es Entscheidungen ermöglicht, die mit einem unbekannten Beziehungspartner nicht vertretbar erscheinen.

Das zweite Teilprojekt widmet sich der hoheitlichen Geschäftsbeziehung zwischen Kreditinstituten und Bankenaufsicht. Der Zugang zu bankinternen Informationen kann von den Aufsehern erzwungen werden, die Effizienz bei der Überwindung von Informationsasymmetrien – und damit der Beitrag zum übergeordneten Ziel des Systemschutzes – hängen jedoch maßgeblich von der Interaktionsqualität in der Geschäftsbeziehung ab. Ziel des Forschungsprojekts ist die Analyse des Austausches zwischen Banken und Aufsicht und die Ableitung von Verbesserungspotenzialen. Mit Hilfe der Critical Incident Technique werden qualitative Tiefeninterviews mit Vorständen von genossenschaftlichen Banken und Sparkassen in Deutschland ausgewertet und ihre Aussagen mit den Ergebnissen aus Workshops mit Vertretern von Bundesbank und BaFin gespiegelt. Es zeigt sich, dass es für effiziente Aufsichtskommunikation Zeit, guter Vorbereitung und einer proaktiven Grundhaltung bedarf. Klare gegenseitige Erwartungen sind die Basis vertrauensvoller Interaktion.

Im Zuge des dritten Teilprojekts werden die Geschäftsbeziehungen alter und neuer Marktteilnehmer in der Finanzbranche untereinander sowie zu ihren Kunden untersucht. Damit schließt sich inhaltlich der Kreis des Gesamtprojekts. „Klassische“ Banken sehen sich Veränderungen in den gesamtwirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ausgesetzt, die ihre Geschäftstätigkeit nachhaltig beeinflussen und neuen Wettbewerbern mit innovativen Geschäftsmodellen den Markteintritt ermöglichen: Zahlungsverkehr wird per PayPal statt Banküberweisung abgewickelt, Kredite werden über Plattformen zum Peer-to-Peer-Lending wie Auxmoney aufgenommen und Start-Ups sammeln Wagniskapital beim Crowdinvesting via Seedmatch. Ziel des Forschungsprojekts ist die Analyse von Geschäftsmodellen neuer Finanzdienstleister, die Identifizierung der generierten Mehrwerte aus Kundensicht und die Ableitung von Implikationen für die „alten“ Banken.

VORTRÄGE
  • Prystav, F. (2013): Management von Finanzbeziehungen. Tagung Perspektiven auf Industrie in Deutschland, Bochum.

PUBLIKATIONEN
  • Paul, S./Prystav, F./Stein, S. (2015): Interaktion bei der qualitativen Bankenaufsicht – Wahrnehmungen der Banken und der Aufseher. Credit and Capital Markets – Kredit und Kapital.
  • Prystav, F./Paul, S./Stein, S. (2014): perspektiven. wissen und handeln, 13.
  • Muzzu, A./Prystav, F./Stein, S. (2013): Rechtliche Anforderungen an die Publizität von Finanzinformationen – Versetzt die normierte Informationsqualität überhaupt zu externer Kontrolle in die Lage?. Deutsches Steuerrecht, 51, 1300-1307.
  • Paul, S./Prystav, F./Stein, S. (2011): Eine Analyse zentraler Aspekte der Finanzkommunikation nicht börsennotierter Unternehmen mit Hilfe der Critical Incident Technique. Zeitschrift für betriebswirtschaftliche Forschung, 63, 745-771.

Katharina Schubert

Katharina Schubert, M.Sc.
Fakultät für Maschinenbau
Lehrstuhl Energiesysteme und Energiewirtschaft

Gebäude IC, Raum 2/177
Universitätsstr. 150
44780 Bochum
Tel: +49 (0) 234 32-25985
schubert@lee.ruhr-uni-bochum.de




HINTERGRUND
Nach ihrem schwerpunktmäßig energietechnischen Studium an der Ruhr Universität Bochum, das sie nach insgesamt 10 Studiensemestern mit je einem Master in den Studiengängen Maschinenbau sowie Sales Engineering and Product Management abschloss, nahm Katharina Schubert im Oktober 2011 als Mitglied im Evonik Mikrokolleg die Arbeit an ihrer Promotion auf. Neben einem vertrieblichen Praktikum bei den Stadtwerken Krefeld sammelte sie während ihres Studiums mehrfach Praxiserfahrung im technischen Bereich. Seit Juni 2008 war sie als studentische Hilfskraft am Lehrstuhl für Maschinenbauinformatik an der RUB beschäftigt. Dort war sie insbesondere in Forschungsprojekten im Bereich des Product Lifecycle Management tätig. Seit ihrer Aufnahme im Evonik Mikrokolleg arbeitet Frau Schubert am Lehrstuhl Energiesysteme und Energiewirtschaft der RUB mit.

FORSCHUNGSVORHABEN
Die Entwicklung der Akzeptanz für Kraftwerke zur Stromerzeugung wird in Deutschland zunehmend als problematisch wahrgenommen. Insbesondere im Falle dezentraler Technologien, wie der Windenergie, tritt häufig das sogenannte NIMBY (Not In My Back Yard) Phänomen auf. Nicht selten ist das empfundene Risiko der oft siedlungsnah errichteten Anlagen ein Grund ihrer öffentlichen Ablehnung.

Ungeachtet der vielfältigen Maßnahmen zur Schaffung von Akzeptanz kann dieser Abneigung letztlich nur mit ehrlichem Verantwortungsbewusstsein seitens der Industrie, welches sich in der Erhöhung der Zuverlässigkeit dezentraler Technologien zur Stromerzeugung widerspiegelt, begegnet werden. Sowohl durch die daraus resultierende Risikominimierung innerhalb der Anlagenumgebung, als auch aufgrund der infolge höherer Zuverlässigkeit zunehmenden Wirtschaftlichkeit der Anlagen, mit welcher langfristig eine Begrenzung der Kosten der Energiewende verbundenen ist, kann eine Steigerung der Akzeptanz erreicht werden.

Ferner profitiert die Industrie selbst in zweifacher Hinsicht von diesem Vorgehen: Zum einen von der gesteigerten öffentlichen Akzeptanz und zum anderen von den sinkenden finanziellen Ausfallverlusten und Reparaturaufwänden. Daher konzentriert sich die Dissertation insbesondere auf die technikspezifische Untersuchung der Fehleranfälligkeit moderner Windenergiekonverter mit dem Ziel der Ableitung gezielter, kostenoptimaler Verbesserungsvorschläge zur Erhöhung der Zuverlässigkeit.

PUBLIKATIONEN
  • 19. – 21. August 2013 : K. Schubert, R. Bointner, "The impact of nuclear phase-out on reactor safety in Germany", IAEE 2013 European Conference, Düsseldorf, Germany
  • 10. Juni 2013: K. Schubert, "Akzeptabilität von Großkraftwerken: Die Begrenzheit von Grenzwerten", Tagung Perspektiven auf Industrie in Deutschland, Bochum, Deutschland
  • 14. - 16. Mai 2013: K. Schubert, "Model development to acceptability - assessment of large scale power plants for electricity generation: Acceptability analysis of nuclear power plants", Jahrestagung Kerntechnik, Berlin, Deutschland
  • 2013: K. Schubert, M. K. Koch, "Ansatz zur Akzeptabilitätsanalyse grosstechnischer Anlagen zur Stromerzeugung", atw – Internationale Zeitschrift für Kernenergie Jg. 58 (2013), Nr. 3, S. 170-174., ISSN: 1431-5254
  • 13. – 15. Februar 2013: K. Schubert, M. K. Koch, "Entwicklung einer Modellbasis zur Untersuchung der Akzeptabilität von Anlagen zur Stromerzeugung", 8. Internationale Energiewirtschaftstagung (IEWT), TU Wien
  • 22. – 24. Mai 2012: K. Schubert, M. K. Koch , "Akzeptanz und Akzeptabilität stromerzeugender Großkraftwerke", Jahrestagung Kerntechnik 2012, Stuttgart